| Golf ist
Nervensache
Mit dem Frühling beginnt auch wieder die Golfsaison.
Haben Sie Ihre Schläger schon hervorgeholt,
Ihren Körper „in Schwung" gebracht? Oder gehören
Sie zu jenen, die zwar mit diesem wunderschönen Sport liebäugeln,
sich aber noch nicht dazu aufraffen konnten? „Ich bin nicht
mehr so flexibel und sportlich. Das erlerne ich in meinem Alter
ohnehin nie", ist eine häufige Entschuldigung vieler,
die sich dann doch nicht trauen. Genau für jene Altersgruppe
gibt es jetzt eine Methode, den Sport leicht und spielerisch zu
erlernen.
Der österreichische Feldenkrais-Pädagoge Alois Schwent
hat auf der Basis der Feldenkrais-Technik diese Methode für
Golfeinsteiger entwickelt. Zunächst ein paar Worte zur Feldenkrais-Technik
generell:
Sie wurde in den 70er Jahren von dem Physiker Dr. Moshe Feldenkrais
erfunden. Grundlage dieser Methode ist, den Menschen als systemisches
Ganzes zu betrachten. Verändert man in diesem System einen
kleinen Bereich, so hat dies Auswirkungen auf das Ganze. So sind
bei jeder menschlichen Handlung immer Denken, Fühlen, Sinneswahrnehmung
und Bewegung beteiligt. Verbessert man nun etwa den Bereich Bewegung,
hat das auch eine Verbesserung in anderen Bereichen zur Folge:
Eine aufrechtere Haltung beispielsweise bewirkt bessere Atmung
und mehr Vitalität, die sich wiederum im Fühlen und
Denken wiederspiegelt.
Feldenkrais basiert außerdem darauf, dass Bewegungsabläufe
nicht nur durch Training der Muskulatur, sondern auch über
das menschliche Nervensystem verändert werden können.
Und genau davon geht „Feidenkrais für Golfer"
aus:
Über das Nervensystem wird der Körper des angehenden
Golfers spielerisch auf den richtigen Golfschwung eingestimmt.
Alois Schwent hat eigene Übungen für Golfeinsteiger
entwickelt. Denn wer den kleinen weißen Ball regelmäßig
richtig treffen will, der benötigt für den Bewegungsablauf
eine gute Körperbeherrschung. Und die nimmt in der Regel
in fortgeschritten nem Alter ab. Da Ausgangspunkt für die
Beweglichkeit Gehirn und Nervensystem sind, lässt sich die
Beweglichkeit auch über diesen Ansatz spielerisch trainieren.
Die Übungen werden zu Beginn im Sitzen oder Liegen ausgeführt.
Durch den geringen muskulären Kraftaufwand ist gewährleistet,
dass Veränderungen in der Bewegungsorganisation für
den Lernenden rascher und genauer wahrnehmbar sind und damit ein
neues Bewegungsmuster schneller erlernt werden kann.
Die Bewegungen werden sehr langsam ausgeführt.
Damit nimmt der Lernende alle an der Bewegung beteiligten Körperteile
bewusst wahr.
Auch lenkt der Feldenkrais-Pädagoge während der Gruppenstunde
gezielt die Aufmerksamkeit der Teilnehmer auf bestimmte Bewegungszusammenhänge
und Sinneswahrnehmungen.
Die Bewegungen werden nur innerhalb der individuellen Bewegungsgrenzen
ausgeführt. Sie dürfen nicht schmerzen, und es wird
auch nicht gedehnt.
In einem zweitägigen Seminar zeigt Schwent, wie das Nervensystem
die richtigen Bewegungsabläufe für Arme, Schultern,
Wirbelsäule, Rücken bzw. Hüften erlernen kann.
Ohne vorerst auch nur einen Schläger in die Hand nehmen zu
müssen, werden die Voraussetzungen für den Start in
eine erfolgreiche Golfsaison geschaffen.
Das nächste Feldenkrais-Golfseminar mit Alois
Schwent findet am 24./ 25. April in Wien statt. Infos: 0699/ 101
49 448
Hannelore Mezei
erschienen am 31.03.04 in der Krone Beilage: Zeit
zum Leben
BeidenFeldenkrais-Übungen
werden alle Bewegungen sehr langsam ausgeführt. Die Aufmerksamkeit
wird auf bewusstes Wahrnehmen der Bewegungszusammenhänge
gelenkt
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